18. Mai 2020
Statement zur aktuellen Situation

Viele Kunst- und Kulturschaffende können ihre Arbeit nach wie vor noch nicht wieder aufnehmen bzw. sehen keine Möglich­keit, ihre künstlerischen Erzeug­­nisse wirtschaftlich einzubringen. Wie alle übrigen Eltern auch, sehen sich Künstler*innen mit Kind(ern) im Kita- und Schulalter darüber hinausgehend noch immer damit konfrontiert, die Kinder­betreuung, die Erwerbs­arbeit und die oftmals separat zu denkende künstlerische Produktion unter einen Hut zu bringen.

Aufgrund der nach wie vor bestehenden Fragilität und auch der Neuartigkeit der Situation maßen wir es uns nicht an, Forde­rungen zu stellen oder Lösun­gen liefern zu können. Wir wollen jedoch mitgedacht werden und erwarten, dass die Selbst­verständlichkeit, mit der wir in den vergangenen Monaten neben oder auch anstelle der Erwerbsarbeit mit großem Einsatz die Betreuung und Beschulung unserer Kinder übernommen haben, durch eine adäquate Unter­stützung von Seiten der Politik gespiegelt wird.

Nun, da der Einzelhandel wieder geöffnet hat, Gastronomie, Hotellerie und Tourismus wieder in Bewegung kommen und auch der Spiel­betrieb in der Bundes­liga wieder aufgenommen wurde, entsteht der Eindruck, als würden jene Lockerungen durch die Hinnahme bestehender Einschränkungen im Schul­betrieb und im Kulturleben erkauft, als würden weitere Öffnungs­­maßnahmen hinter dem Rücken der Eltern, der Kinder und auch dem der Künstler*innen und Kultur­schaffenden ausgehandelt.

Zählt man ein vielfältiges Spektrum künstlerischer Produktion zu einem unsere Demo­kratie mit ausmachenden gesell­schaftlichen Wert, so wäre eine krisen­­bedingte Markt­bereinigung im Segment der Kunst und Kultur absolut fehl am Platz!

Und besteht man darauf, dass Kinder System­relevanz haben, dass Solidarität (nicht nur in Krisenzeiten) von essentieller Bedeutung ist und, nicht zuletzt, dass Gleich­stellung nach wie vor erwünscht ist, dann muss diesen Bekennt­­nissen mittels der (vollen) gesell­schaftlichen Integration und der Unter­stützung von Eltern im Allgemeinen und Müttern* im Besonderen Rechnung getragen werden!


18. Mai 2020
Video-Konferenz zur aktuellen Situation mit K&K München und kunst + kind berlin

Kinder Kunst Corona – Eine Video-Konferenz zur aktuellen Situation (Kunst und Elternschaft in Zeiten von Corona)
3. Mai 2020, 40 min.

Gabi Blum (K&K – Bündnis Kunst & Kind München)
Marcia Breuer (Mehr Mütter für die Kunst Hamburg)
Teresa Monfared (kunst + kind berlin)
Anna Schölß (K&K – Bündnis Kunst & Kind München)

Am Sonntag den 3. Mai 2020 ensteht das Video „Kinder Kunst Corona“ relativ spontan als One Shot. Vier Künstlerinnen aus verschiedenen Städten treffen sich online, um sich nach sieben Wochen Lockdown über die Situation der Künstler*innen in Elternschaft auszutauschen. Ein roher, ungeschnittener und fast dadaistischer Dialog ensteht, denn zuvor wurden weder der konkrete Ablauf noch die Inhalte abgesprochen. Die Künstlerinnen reagieren spontan und zufällig aufeinander. Sie tragen vorbereitete und freie Texte, die sie selbst formuliert, aus dem Umfeld gesammelt haben oder die der aktuellen Berichterstattung entnommen wurden, und Zitate von Politiker*innen und anderen Verantwortlichen vor. Im Videomitschnitt entsteht eine besondere Art von künstlerischer Performance, die das Stimmungsbild dieser seltsamen Zeit in seiner ganzen Vielfalt abbildet.

Hier geht es zum Video auf Vimeo.

Hier geht es zum Video auf der Facebook-Seite von K&K München.


28. Februar 2020
Demonstration „fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen“ am 8. März 2020 in Berlin

Zum Weltfrauentag findet am Sonntag, den 8. März 2020 von 14 bis 16 Uhr vor der alten Nationalgalerie in Berlin die u.a. vom Verein der Berliner Künstlerinnen 1867 und kunst + kind Berlin initierte Demonstration „fair share! Sichtbarkeit für Künstlerinnen“ inklusive performativer Aktionen und kurzer Impulsbeiträge statt.
Mehr Mütter für die Kunst. unterstützt die Demonstration und ist qua Flagge vertreten.

8. März 2020, 14–16:00 Uhr, Platz vor der Alten Nationalgalerie Berlin (Museumsinsel, Bodestr. 1-3)


20. Januar 2020
Gesprächsrunde „Kind und Kunst“ an der HFBK Hamburg

Kind und Kunst. Eine Gesprächsrunde mit Marcia Breuer/Mehr Mütter für die Kunst., Dörte Habighorst, Willy Hans, Lisa Klosterkötter, Anna Mieves und Tillmann Terbuyken, moderiert von Prof. Heike Mutter

„Kinder gelten als Killer von Künstlerkarrieren, schließlich kann es nur eine Liebe geben. Doch muss das so sein?
Viele Künstler*innen der jüngeren Generation verstehen die Erfahrungen der Elternschaft nicht mehr als Hemmschuh, sondern als Ressource für ihre Kreativität. Für andere sind Kinder ein unverzichtbarer Bestandteil ihres Lebensentwurfes, dennoch fällt ihnen der oft beschworene Balanceakt zwischen Beruf und Familie wesentlich schwerer als anderen berufstätigen Eltern.
Heike Mutter diskutiert mit anderen Künstlereltern über das Spannungsfeld zwischen Kind und Kunst.“

30. Januar 2020, 10:30 Uhr, HFBK Hamburg, Lerchenfeld 2 (Le), Raum 11
www.hfbk-hamburg.de

Nachtrag: die Videoaufzeichnung der Gesprächsrunde kann unter mediathek.hfbk.net/l2go/-/get/v/27 eingesehen werden.


25. November 2019
Die ZEIT ONLINE berichtet über Mehr Mütter für die Kunst.

Die ZEIT ONLINE und der Hamburger ZEIT-Newsletter „Elbvertiefung“ berichten über Mehr Mütter für die Kunst.


13. November 2019
Raphael Dillhof schreibt über Mehr Mütter für die Kunst.

Der Kunsthistoriker und Autor Raphael Dillhof schreibt auf der Rhizome-Plattform der HFBK Hamburg über Mehr Mütter für die Kunst.


29. Oktober 2019
Mehr Mütter für die Kunst. am 1. November 2019 im hinterconti

Das hinterconti weiht seine neuen Räumlichkeiten ein und Mehr Mütter für die Kunst. ist dabei:

WIR SIND ZURÜCKEINE WAND ZU HÄNGEN
am 01. November 2019

mit Mathieu Bessey, Marcia Breuer/Mehr Mütter für die Kunst., Nils Emde, Julia Frankenberg, Veronika Gabel, Elena Getzieh, Maik Gräf, Annette Grotkamp, Dörte Habighorst, Alexandra Hojenski, Leonid Kharlamov, Nils Knott, Charlotte Livine, Pan Liting, Michaela Melián, Stefan Mildenberger, Nele Möller, Tintin Patrone, Dos Pfeil, Anne Pflug, Joshua Sassmannshausen, Silke Silkeborg, Jakob Sitter, ANna Tautfest

www.hinterconti.de


28. Oktober 2019
Mehr Mütter für die Kunst. zu Gast in der Gesprächsrunde „Der weibliche Blick I“

Gesprächsrunde im Rahmen der Gruppenausstellung „She World“ in der Galerie im Marstall in Ahrensburg.

Dieser Talk beschäftigt sich mit dem sozialen Aspekt des Lebens und Arbeitens von Künstlerinnen.
In welchen sozialen Strukturen arbeiten Künstlerinnen, was muss sich verbessern, was hat sich bereits verbessert?
Mit Marcia Breuer (Künstlerin der Ausstellung, Mehr Mütter für die Kunst.), Nina Lucia Groß, (femrep e.V.), Franziska Storch & Charlotte Gaitzsch (Saloon Hamburg)

20. Oktober 2019, 15 Uhr

Galerie im Marstall Ahrensburg